Die Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin»

Die Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin»

2010 bildete der Berufsverband der Schweizer Hausärzte mit 200.000 Stimmen die Initiative „Ja zur Hausmedizin“. Diese wurde erstmals vom Bundesrat sowie Parlament abgelehnt, da sie nur einzelne Berufsgruppen vertrat und somit zu einer Verschiebung der Kompetenzen vom Bund sowie der Kantone geführt hätte. Am 26. September 2013 wurde der die Anforderungen der Volksinitiative jedoch zurückgezogen.

Der Berufsverband kämpft seit einigen Jahren für mehr Anerkennung der Hausmedizin. Vor allem der medizinische Zweig der Hausmedizin ist für viele angehende Ärzte nicht attraktiv. Hohe Anforderungen, viel Verantwortung und unflexible Arbeitsbedingungen verglichen mit anderen Positionen im Gesundheitssystem lassen bei vielen jungen Ärzten das Interesse an der Hausmedizin schwinden. Somit war es ein richtiger Schritt die Initiative „Ja zur Hausmedizin“ zu gründen, um als Gegenpol zum Bundesbeschluss für die medizinische Grundversorgung bei den politischen Diskussionen mitwirken zu können und eine Interessenvertretung darzustellen.

Am 18. Mai 2014 konnte nur für oder gegen den Bundesbeschluss zur medizinischen Grundversorgung gestimmt werden. Eine Abstimmung über die Initiative „Ja zur Hausmedizin“ war nicht möglich. Das war auch nicht das Ziel der Inititiave des Berufsverbandes für Hausärzte. Der Berufsverband  hatte die Initiative als klassisches Instrument genutzt, um politisch mitsprechen zu können und Reformvorschläge aus dem Volk in die Politik vorzubringen.

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