Spezial-Events

Briefmarken Aktion des Initiativkomitees

Dritter Sessionsanlass des Initiativkomitees «Ja zur Hausarztmedizin»

Bereits zum dritten Mal  luden am Mittwoch, 12. 12.12 das Initiativkomitee «Ja zur Hausarztmedizin»  (JZH) und der Berufsverband der Haus- und Kinderärztinnen (MFE) die Parlamentarierinnen und Parlamentarier zum sog. „Sessionsanlass“ in die Berner Altstadt zu einem Informations- und Gedankenaustausch über die Initiative  Ja zur Hausarztmedizin ein. Zuvor hatte der Verein Ja zur Hausarztmedizin (= Initiativkomitee) seine jährliche Mitgliederversammlung durchgeführt und eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Beginn des parlamentarischen Prozesses

Der diesjährige Sessionsanlass stand im Zeichen des parlamentarischen Prozesses, der am 23. 1 .2012 mit der Anhörung einer Delegation des Initiativkomitees bei der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) begonnen und inzwischen viel in Bewegung gebracht hatte. Dazu gehörte vor allem die Teilnahme an dem von Bundesrat A. Berset  im Juni initiierten „Masterplan“, an dem sich  Vertreter des Initiativkomitees  und von „Hausärzte Schweiz“ stark engagiert haben – und immer noch engagieren. Zahlreiche Sitzungen in drei Arbeitsgruppen waren ebenso nötig wie viele persönliche Gespräche mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern – und immer wieder Treffen mit der diesen Prozess begleitenden «Taskforce Parlament». Ein (standes-) politisches Engagement notabene, das alle beteiligten Hausärztinnen und Hausärzten neben ihrer Tätigkeit in der eigenen Praxis  aufbrachten.

Kurze Referate – lange Gespräche

Obwohl sich die  Beteiligung der Parlamentarier  wegen zahlreicher „Konkurrenzveranstaltungen“ an diesem kalten Dezemberabend in bescheidenen Grenzen hielt, war die Stimmung an diesem Anlass gleichwohl gut und vor allem optimistisch. Hausärzte und Politiker ergänzten und unterstützten sich gegenseitig.

MFE-Präsident Dr. Marc Müller begrüsste die insgesamt rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, worauf  Dr. Franziska Zogg in einem ersten Kurzreferat der Frage nachging  «Genügen 350 Mio für die Aufwertung der Hausarztmedizin?» und zum Schluss kam: „Nein“! Danach berichtete Initiativkomitee-Präsident  Prof. Dr. Peter Tschudi über den aktuellen Stand der Masterplanverhandlungen. Sein Fazit: Die Zwischenbilanz in zwei von drei Arbeitsgruppen kann sich sehen lassen. Aber in der wichtigsten Arbeitsgruppe – Finanzierung und Versorgung – ist  noch keine Lösung in Sicht.

Zum Schluss  machte sich Prof. Dr. iur. Heinrich Koller verfassungsrechtliche Überlegungen zur Initiative, wozu auch eine Analyse der Vor- und Nachteile eines möglichen direkten Gegenentwurfes auf Verfassungsebene und eines Masterplans (auf Gesetztes- und Verordnungsebene) gehörten.  Er war der Ansicht, dass der ganze Prozess mehr Zeit brauche: „Ende März 2013 wird wohl noch niemand in der Lage sein abzuschätzen, welche Lösung sich abzeichnet“.

Angenehmes Ambiente

Nach dem offiziellen Informationsteil wurde den Gästen ein reichhaltiger Apéro-riche offeriert, der von Expoforum  grossartig bestückt und hervorragend organisiert wurde. Der Zunftkeller der «Gesellschaft zum Distelzwang» in der Berner Altstadt bot zudem einen idealen Rahmen, um die Gespräche zwischen Politikern und Hausärzten zu fördern.

Fazit des Abends: Einem rundum gelungenen Informations- und Gesprächsabend in angenehmem Ambiente mit kleiner aber feiner Beteiligung  lag eine positive Grundstimmung zugrunde, die  für 2013 viel Gutes verheisst.

Bernhard Stricker, Medienbeauftragter Initiativkomitee Ja zur Hausarztmedizin


Am Samstag, 31.3.2012, organisierten die Jungen Hausärzte (JHaS) an ihrem zweiten nationalen Kongress eine öffentlichkeitswirksame  «Fotoaktion» zugunsten der Hausarztmedizin auf dem Klosterplatz in Solothurn. Um die Hausärztesituation im Jahr 2021 darzustellen, wurden 100 Stühlen aufgestellt, aber nur 25 besetzt. Das heisst: Wenn nichts geschieht werden in 9 Jahren nur noch 25 % der heute tätigen Hausärzte ihren Beruf ausüben. Damit machten  sie gleichzeitig auf den Tag der Hausarztmedizin am 1. April aufmerksam. (siehe auch Communiqué vom 31.3.2012 unter Öffentlichkeit/Medien)

Viel parlamentarischer Goodwill für die Initiative

Zweiter Sessionsanlass des Initiativkomitees «Ja zur Hausarztmedizin» am 21.12.2011

Am Mittwoch, 21. Dezember 2011, dem drittletzten Tag der ersten Session des neu- und wiedergewählten Parlamentes, luden das Initiativkomitee (JZH) und der Berufsverband der Haus- und Kinderärztinnen (MFE) die Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu einem Abendanlass in die Berner Altstadt ein.

Der von einem reichhaltigen Apero-riche-Buffet eingerahmte Anlass hatte zum Zweck, den National- und Ständerätinnen und -räten die Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» näher vorzustellen und zu begründen, warum der Gegenentwurf des Bundesrates nichts zur Lösung des Hausärztemangels beiträgt. Der schon im Sommer 2011 geplante Anlass erwies sich nun als idealer Termin, das Parlament auf die Initiative einzustimmen. Denn wenige Tage vor diesem Anlass erfuhr das Initiativkomitee, dass sich die vorberatende Kommission des Ständerates am 23. Januar 2012 erstmals mit der Initiative beschäftigen wird.

Rund ein Dutzend Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller politischen Schattierungen waren der Einladung gefolgt und hörten sich die Ausführungen von JZH-Präsident Peter Tschudi, von MFE-Präsident Marc Müller und MFE-Vizepräsident Francois Héritier an und beteiligten sich danach an einer regen Diskussion.

Die positive Grundstimmung der parlamentarischen Gäste übertrug sich auf die Diskussion. Mit Ausnahme von SVP-Gesundheitspolitiker Toni Bortoluzzi, der ankündigte, sowohl Initiative wie auch Gegenvorschlag abzulehnen, die zentrale Rolle der Hausärzte aber auch anerkannte, äusserten sich alle andern Rätinnen und Räte wohlwollend zur Initiative. Zum Beispiel NR Otto Ineichen (FDP/LU), der sagte, dass das Gesundheitswesen in der Schweiz ohne Hausärzte zum Erliegen käme. Oder NR Ruth Humbel (CVP/AG), die die Chancen der Hausarztinitiative für einen Sieg in der Volksabstimmung ebenso hoch einschätzte wie die der Komplementärinitiative.

Einmal mehr stellten alle teilnehmenden Hausärztinnen und Hausärzte fest, dass seitens der Politik viel Verständnis und Goodwill vorhanden ist, die Hausarztmedizin zu stärken und den drohenden Hausärztemangel zu bekämpfen. Das war in den vergangenen Jahren nicht anders, nur hat das bisher zu keinen konkreten Ergebnissen geführt. Das dürfe diesmal anders werden, denn mit einer Volksinitiative im Hintergrund haben die Hausärzte das stärkste politische Instrument in der Hand, zumal diese in nur 5 Monaten mit über 200000 Unterschriften zustande kam. Das machte den Parlamentariern offensichtlich Eindruck.

«Mein Hausarzt und ich – gemeinsam gewinnnen!»

Start zur Tour de Suisse der Hausarztmedizin am 31.03.2011

Unabhängig vom offiziellen politischen Prozess, der im April 2011 mit der Vernehm­lassung des Gegenentwurfs des Bundesrates zur Volksinitiative «JA zur Hausarztmedizin» beginnt, starten die Schweizer Hausärztinnen und Hausärzte am 31. März 2011 eine Öffentlichkeitskampagne unter dem Motto «Mein Hausarzt und ich – gemeinsam gewinnen». Denn der Fortbestand der Hausarztmedizin ist akut gefährdet.

MedienmitteilungReden Pressekonferenz

Erster Sessionsanlass des Initiativkomitees «Ja zur Hausarztmedizin»
29.11.10


Das Initiativkomitee «Ja zur Hausarztmedizin» und der Berufsverband «Hausärzte Schweiz» laden Sie zum ersten Sessionsanlass ein.